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Autoreninterview mit Saskia Hirschberg

Hallo meine Lieben,
heute habe ich mal wieder ein tolles Autoreninterview für euch. Diesmal möchte ich euch die charmante Saskia Hirschberg vorstellen. Ihren ersten Roman „Vor, nach und zwischen dir“ habe ich bereits lesen dürfen und ich fand ihn großartig. Vielleicht kann ich euch durch dieses Interview, einen kleinen Anreiz geben, dass ihr euch das Buch und die Autorin mal näher anschaut. Los geht’s!
*Saskia Hirschberg geboren am 24.02.1984 in Aschaffenburg
* Ihr erster Roman „Vor, nach und zwischen dir“ erschien am 18.03.2017

1.Wie würden Sie sich in 4 Worten beschreiben?
Wortspiel-Liebhaberin (darf ich jetzt trotzdem noch drei? ☺), Tagträumerin, Perfektionistin, Weltenbummlerin.

2.Wie sieht der Arbeitsalltag eines Autors aus?
In meinem Fall sieht er so aus, dass ich meine Tochter morgens in den Kindergarten bringe und danach sofort an die Arbeit gehe. Mittags hole ich sie ab und sobald sie ihren Mittagsschlaf macht, setze ich mich wieder an den Laptop. Nachmittags dominiert dann das „Kinderprogramm“, aber sobald die Kleine abends im Bett ist, arbeite ich weiter. – Oft bis nach Mitternacht. Neue Manuskripte schreiben, Korrektorats- und Lektoratsarbeiten einsehen und abstimmen, mich um die Vermarktung des Buches kümmern, Social Media Accounts und Kontakte in Internet Communities pflegen – das will alles untergebracht werden und der Tag hat leider nur 24 Stunden.

3.Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Romane und Geschichten?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal inspirieren mich Situationen, die ich selbst erlebt habe, die Freunde oder Familienmitglieder erlebt haben. Manchmal sind es auch Menschen. Dabei muss es sich aber nicht immer um eine hochtrabende Begegnung handeln. Es kann auch einfach nur mal eine Person sein, die ich auf der Straße sehe und die mich aufgrund irgendeines Merkmals zu einer Figur für eine meiner Geschichten inspiriert.

4.Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen und wie sind Sie dazu gekommen?
Ich schreibe, seit ich mich zurückerinnern kann. Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich durch irgendetwas dazu gekommen bin. Am ehesten könnte ich das Schreiben als Impuls bezeichnen, der schon immer in mir war und schon immer aus mir raus wollte und darum seit jeher von mir ausgelebt wurde. ☺

5.Wie weit kennen Sie eine Geschichte, wenn Sie mit dem Schreiben beginnen? Wissen Sie zum Beispiel das Ende schon im Voraus?
Bisher war es immer so, dass es ein Thema gab, um das ich die Geschichte aufgebaut habe, oder eine Figur, um die sich der Roman entwickelt hat. Worauf das dann letztendlich hinausläuft, ist mir oft nicht von Anfang an klar. ☺ Wenn ich mir meine ersten beiden Manuskripte zum Beispiel ansehe, da endeten die Geschichten jeweils genau anders herum, als ich es eigentlich erwartet hatte. Versteht man wie ich das meine? ☺ Ich will nicht „spoilern“, darum kann ich nicht mehr ins Detail gehen.

6.Was lesen Sie selbst?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, oft nur die bekannten „großen“ Autoren, wie Jojo Moyes, E.L. James und wie sie nicht alle heißen. Das aber auf keinen Fall, weil ich sie in irgendeiner Weise besser fände als weniger bekannte oder deutsche Autoren, sondern, weil ich oft einfach nicht am Hype vorbeikomme. Außerdem lese ich gerne Englisch und in diesen Fällen dann die Originalversionen. Aber ich habe mir speziell in den letzten Monaten einige deutsche Autorinnen ausgeguckt, von denen ich unbedingt den ein oder anderen Titel lesen möchte, sobald ich dafür mal wieder Zeit finde.

7.Wie gemütlich ist Ihr Schreibtisch eingerichtet?
Schreibtisch? ☺ Mein Schreibtisch dient nur dazu, um den Drucker darauf abzustellen und einen Haufen Krempel zu beherbergen. ☺ Ich schreibe ehrlich gesagt am Esstisch. Schön nah bei der Kaffeemaschine. ☺

8.Wie lang schreiben Sie an einem Buch? Arbeiten Sie jeden Tag daran? Und für wie viele Stunden am Tag?
Das kommt ganz auf die Geschichte an. An „Vor, nach und zwischen dir“ habe ich mit Pausen über mehrere Jahre gearbeitet, weil ich die Geschichte, alle paar Jahre wieder komplett umgeschrieben habe. Das nächste Buch, das erscheinen wird „Nichts wie du und ich“ – da war das grundlegende Manuskript in einigen Wochen geschrieben. Allerdings habe ich jetzt die ersten zweihundert Seiten wieder gekippt und kann daher nicht genau sagen, wie lange es dauert, bis ich damit fertig werde. Generell arbeite ich täglich an den Manuskripten, mehrere Stunden. Momentan komme ich nicht so regelmäßig dazu, weil ich viel Zeit ins Marketing investiere. Alles in allem arbeite ich derzeit mindestens zehn Stunden täglich am gesamten Projekt „Buch“.

9.In welcher Umgebung schreiben Sie am liebsten?
Aus praktischen Gründen zuhause. Aber wo ich abgesehen davon gerne schreibe, ist in meinem alten Zimmer in meinem Elternhaus. Da steht mein alter Schreibtisch vor einer großen Fensterfront und da verspüre ich eine ganz besondere Atmosphäre. Vielleicht schreibe ich dort auch so gerne, weil ich mich in dieser Umgebung leichter in meine Romanfiguren rein denken kann als zuhause, wo ich weniger Abstand zu meiner privaten Person und all den Themen habe, die mit meiner Rolle oder den Aufgaben als Mutter einhergehen, oder wo ich ständig das Chaos vor Augen habe, das aufgeräumt und weggeputzt werden will. ☺

10.Was war es für ein Gefühl, das erste eigene Buch in den Händen zu halten?
Ein schönes Gefühl. Wenn auch es mich bisher gar nicht so wirklich überwältigen konnte, weil ich noch keine freie Minute hatte, um das mal so richtig auf mich wirken zu lassen. Mein Kopf wird gerade von so vielen strategischen Themen belagert, wie zum Beispiel der Vermarktung des Buches, dass ich mich auf die Gefühle, die mit der Veröffentlichung einhergehen, noch gar nicht richtig konzentrieren konnte.
11.Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Der perfekte Tag – aufstehen, einen Kaffee aus der Maschine lassen und schreiben. Und das am liebsten stundenlang. Dann während des Mittagstiefs, oder am frühen Nachmittag zum Sport gehen, am Abend lecker Essen gehen mit meinem Mann/meiner Familie oder mit meiner besten Freundin/meinen Freundinnen. Danach wieder schreiben bis spät in die Nacht. Nachts bekomme ich nämlich auch oft noch mal einen Anflug von Kreativität. So sähe für mich ein perfekter Tag aus und so gestaltete ich mir früher auch oft die Wochenenden oder freien Tage, als sich die Verantwortlichkeiten in meinem Leben noch anders verteilt haben.

12.Wie lautet Ihr Lebensmotto,wenn Sie eins haben?
"Getraue dich, das zu wollen, was dich glücklich macht." Das ist ein Motto, nachdem ich sehr gerne leben möchte. Und ich arbeite stark an meinem kleinen, inneren Angsthasen, dass es das endlich in seine Birne bekommt und danach sein Leben gestaltet.

13.Haben Sie selbst ein paar Buchtipps, die Sie uns empfehlen können?
Ja, „Vor, nach und zwischen dir“ ☺ und bald dann „Nichts wie du und ich“. ;-)

ENDE! 

Das war´s meine Lieben. Ich hoffe euch hat auch dieses mal das Interview gefallen.

Mein größter Dank geht natürlich an dich liebe Saskia, das du dir die Zeit genommen hast.💜

Danke fürs lesen MemoriesOfBooks💋

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